Organische Verbindungen

Wenn von ORGANISCHEN VERBINDUNGEN die Rede ist, denken Chemiker*innen an Kohlenstoffverbindungen und Aquarienbesitzer*innen an Pflanzen- und Futterreste, Ausscheidungen sowie abgestorbene Kleinstlebewesen. Für sich gesehen gelten ORGANISCHE VERBINDUNGEN als Verunreinigungen, doch ein Mindestgehalt im Aquarium ist notwendig, da frisches Leitungswasser aggressiv auf die Schleimhäute der Fische wirken kann und auch Wasserpflanzen sich über organische Substanzen als Nährstoffträger freuen. 

Messen lässt sich der Grad an ORGANISCHEN VERBINDUNGEN mithilfe des „BSB5“-Verfahrens ((Biochemischer Sauerstoff-Bedarf in 5 Tagen): Hierbei wird eine Wasserprobe entnommen, mit einer Luftpumpe belüftet und fünf Tage im Dunkeln aufbewahrt. Je höher der Grad an ORGANISCHEN VERBINDUNGEN desto höher ist auch die Differenz des BSB5 im Vergleich zum Beginn des Experiments.

Sollte das Ergebnis zu hoch ausfallen und eine Senkung des BSB5 nötig sein, empfiehlt es sich, den Fischbestand zu reduzieren oder einen stärkeren Filter einzusetzen. Ob die Filterleistung zu gering ist, lässt sich leicht am Nitritgehalt ablesen, der nicht höher als 0,2 mg/l ausfallen sollte. Beachten Sie jedoch, dass die notwendige Bakterienkolonie in einem neuen Filter erst nach ein bis zwei Monaten vorhanden ist.

Liegt ein akuter Notfall vor, kann ein Filtern mithilfe von Aktivkohle, die eine Vielzahl an ORGANISCHEN VERBINDUNGEN absorbiert, hilfreich sein.