Umkehrosmose

Schon oft haben wir von ihr gesprochen, heute kommt sie nun endlich dran: die UMKEHROSMOSE! 

Das Prinzip der Osmose ist uns dank des Beitrags zum osmotischen Druck ja schon bekannt, hier noch einmal kurz zusammengefasst: Wenn eine Lösung mit unterschiedlicher Konzentration von einer semipermeablen Membran getrennt ist, werden die Wassermoleküle aufgrund des osmotischen Drucks so lange durch die Membran zur konzentrierten Lösung hin diffundieren, bis auf beiden Seiten eine Konzentrationsangleichung erreicht ist. 

Die UMKEHROSMOSE beruht nun auf einer (Überraschung! 😊) Umkehrung des osmotischen Prinzips: Hier diffundieren die Wassermoleküle nicht von der niedriger konzentrierten auf die höher konzentrierte Seite, sondern von der höher konzentrierten auf die Seite mit der niedrigeren Konzentration. Das tun sie, weil auf den Bereich mit der höher konzentrierten Lösung ein Druck ausgeübt wird, der noch größer als der osmotische Druck ist. 

In der Wasseraufbereitung wird dieses entsalzende Verfahren, das auch als Reverse-Osmose bezeichnet wird, gerne eingesetzt, da es besonders energiesparend und umweltfreundlich ist; im Gegensatz zur Regeneration sind hier keine chemischen Zusätze notwendig.