Sauerstoff

Unser ganzes Leben dreht sich um die Aufnahme und Abgabe dieses Gases, doch nicht nur wir Menschen sind auf O₂ angewiesen, auch Fische, Pflanzen und Mikroorganismen verbrauchen SAUERSTOFF. 

Im Laufe eines Tages kann der SAUERSTOFFgehalt im Aquarium erheblich schwanken, da Pflanzen das Gas nicht nur veratmen, sondern es im Zuge der Photosynthese auch selbst herstellen. Zudem ist das Wasser selbst in der Lage, SAUERSTOFF aus der Luft aufzunehmen. Wie viel dies ist, hängt von der Oberflächenbewegung ab; bewegte Wässer können um ein Vielfaches mehr O₂ aufnehmen als stehende. 

Das SAUERSTOFFvorkommen im Aquarium spielt nicht nur für die Lebewesen eine erhebliche Rolle, auch andere gelöste Stoffe können von diesem Gas beeinflusst werden. So wandelt sich beispielsweise Nitrit durch die Aufnahme von SAUERSTOFF in Nitrat. Besonders gefährlich wird es, wenn wasserlösliche Stoffe durch die Aufnahme eines weiteren SAUERSTOFF-Atoms wasserunlöslich werden und ausfallen. Dies lässt sich bei Eisen beobachten.

Grenzwerte

Die Messung des SAUERSTOFFgehalts beruht meistens auf Indikatorlösungen und Farbkarten oder auf elektronischen Messverfahren. Wie viel SAUERSTOFF die Tiere und Pflanzen benötigen, hängt von deren Herkunft bzw. dem SAUERSTOFFgehalt der Heimatbiotope ab. 

Muss der SAUERSTOFFgehalt erhöht werden, ist eine Umwälzung oder Belüftung des Wassers denkbar. Eine Senkung ist außer bei pflanzlichen Wuchsproblemen nicht erwünscht, hier würde sich höchstens eine Reduzierung der Wasserumwälzleistung der Filterpumpe anbieten.