Elektrochemische Entionisierung

Na, wenn das mal kein Ass im Ärmel für die nächste Galgenmännchen-Runde ist! 

Die ELEKTROCHEMISCHE ENTIONISIERUNG wird auch Elektrodeionisation genannt, bezeichnet ein Wasseraufbereitungsverfahren und sollte im Folgenden für eine bessere Lesbarkeit unbedingt mit EDI abgekürzt werden. 

Tasten wir uns mal langsam an dieses monströse Wort heran: Entionisierung bzw. Deionisation bedeutet Entsalzung. Es handelt sich also um ein Entsalzungsverfahren, welches unter elektrochemischen Bedingungen stattfindet, d.h. bei dem ein elektrisches Feld zu Hilfe genommen wird. 

Stellen Sie sich nun Folgendes vor: Ein EDI-Modul besteht aus mehreren Kammern. In der mittleren Kammer wird das Wasser eingespeist, links und rechts davon befinden sich Membranen und in den Kammern hinter den Membranen wird auf der einen Seite eine Anode, auf der anderen eine Kathode befestigt. Durch das entstehende elektrische Feld werden die negativ geladenen Anionen zur Anode (Pluspol) wandern, die positiv geladenen Kationen zur Kathode (Minuspol). In der mittleren Kammer wird aufgrund der fehlenden Ionen eine verdünnte Lösung entstehen, bei den äußeren Kammern an den Polen eine konzentrierte. 

Zusätzlich kommt es durch die elektrische Spannung durch eine Aufspaltung des Wassers in Wasserstoff- und Hydroxidionen, welche das Ionenaustauscherharz, das sich in den einzelnen Kammern befindet, stets regenerieren, also die Salze von den Harzen verdrängen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass EDI die Vorteile einer kontinuierlichen Entsalzung und der Ionenaustauscher-Technologie kombiniert. Häufig wird es zur weiteren Deionisation nach der Umkehrosmose eingesetzt; zudem lässt sich damit auch kostengünstig Meerwasser entsalzen und zu Trinkwasser aufbereiten.